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Vorstand 2011/2012 GFPS e. V..
Auf der Mitgliederversammlung am 30. April 2011 in Berlin haben die GFPSler ihren neuen Vorstand gewählt. Hier stellen sich die fünf vor:
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Verena Böhnisch (1. Vorsitzende): GFPS trat in mein Leben, als ich mich völlig ahnungslos auf die Suche nach Stipendienmöglichkeiten in Polen machte. Im letzten Moment kramte ich die Unterlagen zusammen und bewarb mich. Um meine rudimentären Polnischkenntnisse bis dahin zu festigen, nahm ich den 4-wöchigen Tandemkurs gleich mit. Nach einem genialen Sommer mit viel Landluft fühlte ich mich einigermaßen in der Lage in Polen zu überleben und irgendwie war ich auch im Org-Team für den Tandemkurs im nächsten Jahr gelandet... Ja und plötzlich war ich mittendrin in diesem wunderbaren Verein der GFPSler und traf viele interessante Menschen an neuen Orten. Nun freue ich mich darauf, GFPS durch meine Mitarbeit im Vorstand unterstützen zu können und dadurch weiteren jungen Menschen die Begegnung im mittelosteuropäischen Raum ermöglichen zu können. Ich sehe in der ehrenamtlichen Arbeit aller GFPSler einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigungs- und Friedensarbeit in Europa. In der Position des 1. Vorsitzes sehe ich außerdem die Chance, GFPS als Ganzes wahrzunehmen und zu gestalten, über meinen bisherigen deutsch-polnischen Kosmos hinaus. Neben GFPS ist da auch noch mein Studium der Regionalstudien Mittel- und Osteuropa in Köln. Die Bewerbung fürs Auslandssemster hatte geklappt und ich verbrachte das Wintersemester 2009 mit GFPS in Gdañsk. Die zweistelligen Minusgrade machten mich zum Experten für die gemütlichsten Cafes der Stadt...Außerdem waren die 6 Monate natürlich gespickt mit GFPS-Seminaren, die mich endgültig von der GFPS-Idee überzeugten. In unserem Vorstandsjahr freue ich mich auf ein kreatives, agiles und transnationales Netzwerk und auf die vielen bunten Begegnungen mit EUCH!! Kontakt: verena.boehnisch@gfps.org |
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Sven Jaros (1. Vorsitzender): Am Anfang war GFPS für mich erst einmal eine große Improvisation. Meine Bewerbung für ein Stipendium musste im September 2010 ziemlich schnell gehen. Nach einem Praktikum am Warschauer Deutschen Historischen Institut war mir klar geworden, dass ich nicht nur unbedingt mehr Zeit in diesem Land und seiner unglaublich spannenden, kaffeeliebenden Hauptstadt verbringen will, sondern auch dringend meine Sprachkenntnisse ausbauen muss. Nach dem mulmigen Gefühl beim Auswahlgespräch und dem bangem Warten danach kam dann endlich der Brief: Die weise Auswahlkommission hatte entschieden, mich nach Lublin, östlich der Wi¶la, zu schicken. Ein bessere Wahl hätten sie nicht treffen können! Die Sprachschule war großartig und ich bin wirklich sehr dankbar, in Lublin mit so offenen Armen aufgenommen worden zu sein. Gemeinsam mit der gerade entstehenden Stadtgruppe hatte ich eine unvergessliche Zeit. Diese kleine Stadt, die selbst viele Polen kaum besucht haben, bietet soviel an historischen und kulturellen Schätzen. Alle Teilnehmenden unseres Projekts zur jüdischen Geschichte der Stadt bzw. der Städtetage in Lublin werden das bestätigen können. Dem Rest sei gesagt: Hinfahren! Nach diesem Semester war es besonders einschneidend für mich zu erleben, dass die GFPS-Familie soviel größer ist, als meine bisher vor allem auf Polen beschränkte Sicht. Bereits in Bautzen konnte ich die tschechische Seite kennenlernen und zurück in Leipzig konnte ich der Stadtgruppe bei der Betreuung unseres Stipendiaten aus Belarus helfen. Auch in Richtung der Ukraine erstreckt sich das Tätigkeitsfeld der GFPS mittlerweile, was ich gern weiter unterstützen würde. Eines ist mir im letzten halben Jahr nach dem Ende meines Auslandssemesters klar geworden: Dieser Verein und das wofür er steht, bedeutet mir einfach unglaublich viel. Als sich dann im Vorfeld der Mitgliederversammlung so langsam abzeichnete, wer womöglich in den Vorstand wechseln würde, da wuchs meine Lust, Teil dessen zu sein. Ich bin glücklich und stolz, diesem Team als erster Vorsitzender angehören zu können. Gemeinsam wollen wir den Verein in das 30. Jahr seines Bestehens führen, wollen eigene Ideen verwirklichen, aber eben vor allem das beibehalten, was GFPS für mich so besonders macht: Diese Mischung aus Ehrenamt und Professionalität. Die Atmosphäre ist geprägt von einer Lust am Kennenlernen wie ich sie selten erlebt habe. Egal ob GFPS-VeteranIn oder einfach nur mal so dabei: Man begegnet sich auf unglaublich vielen Ebenen und erreicht ein Verständnis füreinander, wie es intensiver und schöner nicht sein kann. Im Vorstand für ein Jahr Teil dieses Prozesses zu sein wird sicherlich eine der anspruchvollsten aber auch bereicherndsten Aufgaben meines Lebens. Kontakt: sven.jaros@gfps.org |
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Vinzenz Kratzer (1. Vorsitzender): 2005 kam ich zum ersten Mal in Krakau an, mit dem Bus. Damals war der Platz vor dem Bahnhof noch eine Staubpiste, von der aus Busse mit dem roten Stern auf dem Kühlergrill Richtung Osten aufbrachen – jedenfalls deutete ich so die Tafeln mit den kyrillischen Buchstaben, die einige Busse hinter der Windschutzscheibe hatten. Alles war völlig fremd, ich hatte keine Ahnung wo mein Hostel war, und als ich dann auch noch beim Geldwechseln ziemlich dreist übers Ohr gehauen wurde und in die falsche Richtung mit der Straßenbahn fuhr, schlich sich langsam die kalte Angst ein. Ich habe einige Tage gebraucht bevor ich mich spät nachts wieder auf die Straße traute. Diese Angst hat sich aber recht schnell gelegt, nachdem ich nach und nach entdeckte was Krakau alles zu bieten hat: schöne alte Häuser, die in einer Art und Weise verfallen sind, die nichts mit Ungepflegtheit zu tun hat – sondern mit dem Selbstbewusstsein, sich nicht extra aufbrezeln zu müssen. Unzählige alte Keller, Innenhöfe, Gärten, in denen Cafés und Kneipen eröffnet wurden, oft mit viel Kitsch und Trödel vollgestellt, aber auf jeden Fall mit viel Elan und Improvisationskunst geführt. Seitdem ist viel passiert: In Krakau kann ich mich mittlerweile blind orientieren, mein Polnisch ist auch ganz passabel geworden, selbst der staubige Platz vor dem Bahnhof ist einem Einkaufzentrum gewichen, innen und außen vollständig mit edlem Granit eingedeckt. Trotzdem: Es ist immer noch ein kleines Abenteuer, wenn man in das Land kommt. Am Anfang war es schon abenteuerlich genug für mich, Geld zu wechseln und ein Busticket zu kaufen, aber es gibt immer noch Überraschungen (wahrscheinlich auch das ein Ausdruck dafür, dass man als Deutscher in der Regel fast nichts über dieses Nachbarland weiß). Jedenfalls ist GFPS in meinen Augen ein ideales Werkzeug, diese erste Angst zu überwinden, und in den gigantischen Kosmos einzutauchen, der Polen für einen bietet – ganz egal wofür man sich interessiert. Kontakt: vinzenz.kratzer@gfps.org |
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Anja Schyma (2. Vorsitzende & Projektkorrdination): Ich wurde zur zweiten Vorsitzenden und Projektkoordinatorin von GFPS gewählt!“ „Von GFP... was?“ „Von der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa.“ „Und für was steht dann das P?“ P für Projekte, für Polen – aber eigentlich ist das P egal. GFPS bedeutet für mich eine unglaubliche tolle Zeit, als Stipendiatin oder jetzt als aktives Mitglied. In meinem Auslandssemester in Wroc³aw habe ich so viele liebenswürdige Menschen kennengelernt, die alle deutsch und polnisch sprechen. Das ist einfach klasse. Aber erst nachdem ich wieder zurück in Leipzig war, habe ich verstanden wie GFPS funktioniert und jetzt möchte ich etwas zurückgeben. Nicht nur an die neuen Stipendiaten, sondern auch an alle anderen Vereinsmitglieder, die sich so engagiert einbringen. Mit der Arbeit im Vorstand möchte ich viel über mich, Bürokratie und Teamwork lernen und den kommenden Stipendiaten eine wunderbare Zeit ermöglichen. Ich heiße Anja, bin 25 Jahre alt, studiere Kunstgeschichte und Polonistik an der Uni Leipzig und freue mich auf ein Jahr voller Herausforderungen, welche wir mit unserem spitzen Vorstand locker meistern werden. Haha! Kontakt: anja.schyma@gfps.org |
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Flavia Röhrs (2. Vorsitzende, Mitgliederbetreuung/Projektkoordination): Meine persönliche Landkarte hörte ziemlich lange hinter Berlin auf. Aber obwohl mein Blick lange Zeit gen Westen gerichtet war, gehörten seine Augen doch zu einem Menschen, der gerne mal mit einer teilweise recht naiven „Warum nicht“- Einstellung irgendeiner spontanen Idee folgt. Das bringt mich mit ungewöhnlichen Menschen zusammen, in verrückte Situationen und lässt mich immer wieder erschreckend feststellen, wie Vorurteile und Misstrauen einen oft daran hindern ungewöhnliche und bereichernden Erfahrungen zu machen. So bin ich, ursprünglich aus Südniedersachsen kommend, auch in Chemnitz bei dem Studiengang „Europa Studien“ gelandet. Mein Bauchgefühl hat mich dann in den Polnischkurs geführt und als ich die Werbung des Tandemangebots von GFPS sah, hat eben diese „Warum nicht“ Einstellung gepaart mit meinem Bauchgefühl, den Sommer 2009 zu meinem Startschuss für meine Liebe zu Polen und den wunderbaren Möglichkeiten die GFPS einem bietet, werden lassen. Im Jahr darauf habe ich den Sprachkurs mitorganisiert und war im letzten Semester GFPS Stipendiatin in Lodz. Seitdem sind die GFPS und ich jedes Jahr enger verwachsen. Nun möchte ich gerne was zurückgeben und dazu beitragen, dass Andere dieselbe wundervolle Erfahrung machen können, die GFPS mir ermöglicht hat. Man kann GFPS mit Worten nicht so ganz gerecht werden, es umfasst viel mehr als nur Stipendien oder ehrenamtliches Engagement, es ist ein Augenöffner, eine Idee, eine Denkart, ein Erlebnis, das verbindet. Im Vorstand habe ich zwei Ämter übernommen und bin jetzt Mitgliederbetreuerin und Projektkoordinatorin. Falls ihr Ideen habt für Projekte, Verbesserungsvorschläge oder euch in irgendeiner Form bei GFPS einbringen wollt, dann schreibt mir doch eine E-Mail! Wir freuen uns auf euch! Kontakt: flavia.roehrs@gfps.org |
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Lisa Schulze (2. Vorsitzende, Projektkoordination CZ und Mitgliederbetreuung): „Pøí¹tí stanice- Praha hlavní nádra¾í“ Als ich das erste Mal vor mehr als zehn Jahren aus dem rumpelnden Zug in Prag ausgestiegen bin, lag noch eine leicht morbide anmutende Melancholie über der Stadt, die sich heute nur noch manchmal in einzelnen goldenen Fäden in das Geflecht der modernen Urbanität webt. Schon vorher allerdings interessierte ich mich für dieses Land, das so fern schien und doch so nah ist. Die Bücher Milan Kunderas in ihrer intellektuellen Tiefe, die aber nicht erdrückend schwer ist, weckten meine Neugier an seinem Heimatland. Von Berlin aus bin ich dann immer wieder ausgezogen um den mir stetig vertrauter werdenden Nachbarn in seinen liebenswerten Eigenarten, aber auch seinem -wie mir scheint- zuweilen problematischen Selbstverständnis und Selbstverhältnis zu ergründen. In Prag, das es einem so leicht macht, sich zu verlieben, habe ich während meines Kunstgeschichts- und Literaturwissenschaftsstudiums ein Jahr verbracht. Durch die Kopfsteinpflastergassen flanierend und dabei immer wieder Werke von David Èerný entdeckend, in habsburgisch anmutenden Kaffeehäuser aber auch in malerischen Wohnzimmercafés die Sprachkünstler Ivan Klíma, Bohumil Hrabal und Jáchym Topol lesend habe ich diese zauberhafte Stadt genossen. Ach, die tschechische Sprache! Sie erzählt ihre Geschichten in einer Leichtigkeit, die einem von Pflasterstein zu Pflasterstein hüpfenden Mädchen ähnelt. Der Lernenden jedoch streckt sie zuweilen die Zunge heraus. Der deutsch-tschechische Tandemsprachkurs der GFPS allerdings half mir, ihren Spielregeln noch weiter auf den Grund zu gehen. Seitdem ich mich den Osteuropastudien in Berlin widme, konzentriere ich mich nun auf das Studium mittel- und osteuropäischer Autoren und Künstler. Besonders spannend finde ich dabei immer wieder das Verhältnis von Kunst und Politik, vor allem die Frage nach der Vereinnahmung und Instrumentalisierung von Kunst durch politische Ideologien, aber ebenso das Vermögen von Kunst Ideologien zu dekonstruieren. Den letzten Sommer habe ich dank eines Praktikums- und Studienstipendiums der GFPS im wunderbaren Pilsen verbracht. Beim Organisationsbüro Pilsen 2015, welches die Aktivitäten rund um das Jahr der Kulturhauptstadt Europas 2015 konzipiert, organisiert und koordiniert, habe ich einen ganz praktischen Eindruck von der oft so widerspenstigen Verzahnung von Kunst und Politik erhalten. In dem Semester habe ich unglaublich viel gelernt über das Kultur machen und Kultur erleben in Tschechien, ich habe großartige nicht nur, aber auch GFPSler lieb gewonnen und sehr viele Mehlspeisen gegessen. Und wie stolz ich war, als ich die erste Arbeitskorrespondenz auf Tschechisch verfasst habe! In dieser Zeit war ich immer wieder begeistert, mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Energie die GFPSler -routinierte wie auch noch ganz frische- Projekte -wohl durchdacht konzipierte, aber ebenso vom notwendigen Mut zur Improvisation lebende- auf die Beine gestellt haben. Der Funke ist übergesprungen! Daher möchte auch ich im kommenden Jahr als Projektkoordinatorin und Mitgliederbetreuerin dazu beitragen, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die aber das Interesse am Anderen, die Freude am Miteinander eint, sich treffen, von- und miteinander lernen, aber vor allem zusammen Spaß haben. Kontakt: lisa.schulze@gfps.org |
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Oliver Lammers (Kassenwart): Ich komme aus Münster und studiere derzeit Europastudien mit Schwerpunkt Wirtschaft an der TU Chemnitz. Bereits vor dem Studium habe ich mich ein wenig mit den Ländern Mittelosteuropas beschäftigt. Der Ausgangspunkt waren meine Klassen- und Sportkameraden aus Mittelosteuropa und aus Südosteuropa, die ihre Herkunftsländer immer entweder in einem sehr schlechten oder einem sehr positiven Licht dargestellt haben. Es war mir wichtig, mir selbst ein Bild zu verschaffen und so führten mich schon bald erste Reisen nach Polen und Tschechien. Jetzt, gut fünf Jahre nach meiner ersten Reise nach Lublin, ist das Interesse für die Region ungebrochen und ich freue mich nunmehr aktiv dabei mithelfen zu können Netzwerke zu knüpfen und zu festigen. Kontakt: oliver.lammers@gfps.org |
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Philipp Wahlen (Kassenwart): Wenn ich zurückblicke, kann ich es kaum glauben: Ich bin keine 70 km von der polnischen Grenze entfernt aufgewachsen. Dennoch habe ich diese bis zu meinem 23. Lebensjahr nur ein einziges Mal überwunden: Für ein paar Stunden - während eines Urlaubs auf Usedom. Mein Desinteresse erstreckte sich ja eigentlich auf ganz Mittel- und Osteuropa, und dessen Grundlage war Unwissen gepaart mit Vorurteilen und Angst vor dem Unbekannten. Es waren glückliche Zufälle, dass ich während meiner ersten Studiensemester in Kontakt mit Menschen kam, die an die Stelle der Vorurteile und Berührungsängste allmählich Neugier und Entdeckungslust treten ließen. So unternahm ich erste kurze Reisen: nach Prag, ins Baltikum, nach Moskau. Dadurch weiter befeuert entschloss ich mich, die Chance zu nutzen, ein ganzes Erasmus-Semester „im Osten“ zu verbringen. Eine Zeit lang war ich unentschlossen, in welches östliche Nachbarland ich gehen wollte. Beim genaueren Hinschauen bemerkte ich dann, dass in Warschau sehr viel passte: Die Stadt, die Uni, und die Möglichkeit das Abenteuer mit einem 4-wöchigen Intensivsprachkurs zu beginnen (auf sechs Vollstipendien meldeten sich damals drei Interessierte, unglaublich!). So kam ich vor gut drei Jahren das zweite Mal nach Polen. Die Sprache, Kultur und Geschichte des Landes begeisterten mich! Ich las und reiste viel im Land herum und zwischendrin paukte ich wie ein Irrer Vokabeln. Ich entschloss mich - zwischen Bachelor und Master - ein weiteres Jahr in Polen zu verbringen. Dabei half mir dann die GFPS, der ich einen Studienaufenthalt in Poznañ (WS 2009/10) und eine wunderschöne Tandem-Sprachkurserfahrung (2010) verdanke. Die GFPS half mir auch das zu schaffen, was während meines Erasmus-Aufenthaltes so unwahrscheinlich schwer fiel: In engen Kontakt mit Polen zu kommen und sich - natürlich auf Polnisch - ganz normal mit ihnen zu unterhalten. In nur ganz wenigen Jahren ist Polen, Polnisch und vor allem die Stadt Warschau ein ganz selbstverständlicher Teil meines Lebens geworden. Da ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben und auch anderen dabei zu helfen, Polen, aber auch Tschechien und Belarus für sich zu entdecken. Die Verwaltung der Finanzen von GFPS e.V. ist im kommenden Jahr mein wichtigster Beitrag dazu. Auch für einen angehenden Volkswirt ist das eine echte Herausforderung! Darauf freue ich mich aber sehr - vor allem auf die Zusammenarbeit mit Euch! Kontakt: philipp.wahlen@gfps.org |
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Steve Naumann (Kassenwart): Auf die östlichen Nachbarn Deutschlands wurde ich durch zwei Dinge aufmerksam. Ein Buch von Milan Kundera und eine dresdner Jazz-Polka-Band aus Tschechien. Mit geweckter Neugier begann ich 2009 in Chemnitz „Europastudien“ zu studieren. Drei Semester Russisch, Tschechisch oder Polnisch sind für jeden Pflicht. Ich wählte Polnisch. Nah und groß, das klingt doch gut. Nach ein paar Monaten wollte ich die neue Sprache ausprobieren und fuhr nach Wroclaw. Zurück kam ich mit der Ernüchterung dort nichts verstanden zu haben und mit der Erfahrung, in einer der interessantesten Städte gewesen zu sein, in denen ich bisher war. Ich wollte mehr sehen von diesem neuen Land und entschied mich für zwei Auslandssemester im kleineren Torun. Zum Glück hörte ich noch vorher vom deutsch-polnischen Tandem-Sprachkurs der GFPS. Neben Polnisch habe ich eine Menge interessante Leute kennen gelernt und auch die Organisation für das diesjährige Tandem übernommen. Als frisch gebackener Kassenwart kann ich hier anknüpfen und bin mit meinem Aufgabenumfeld bereits gut vertraut. Die verschiedenen GFPS-Treffen in den letzten Monaten in Polen und Deutschland gehörten definitiv zu den Höhepunkten meiner Zeit in Torun. Sich einbringen und Gesellschaft schaffen. Bei der GFPS soll jeder das Gefühl bekommen, dass das nicht schwer und vor allem mit viel Freude verbunden ist. Polnisch spreche ich jetzt gut genug um entdeckt zu haben, dass die Dresdner Band aus Tschechien gar nicht Tschechisch sondern eine Fantasiesprache singt. In wenigen Wochen kehre ich nach Chemnitz zurück und bin froh, durch die GFPS weiter mit Polen verbunden zu sein. Oder war das umgekehrt? Kontakt: steve.naumann@gfps.org |
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Christoph Malte Maisch (Mitgliederbetreuung): Ach du schönes Polen ... Irgendwann vor langer Zeit fuhr ich mit einem Zug vollgepackt mit Schülern zu dem damals sehr exotischen Ziel Danzig. Es muss um das Jahr 2000 gewesen sein aber seit diesem Tag hat mich dieser Austausch nicht mehr losgelassen. Es hat mich egal was ich tat immer wieder nach Polen gezogen. Zuerst bei meinem Bachelor der Europastudien in Bremen, der mich nach Krakau führte und mir die wunderbar verrückte Welt der Polnischen Literatur zeigte. Dort bin ich dann damals auf die GFPS gestoßen und habe an einem unvergesslichen Tandemsprachkurs teilgenommen und ihn daraufhin organisiert und ein wunderbares Jahr in Krakau verbracht. Euphorisch und traumschwer auf der Ulica Krokodyli mit Bruno Schulz, Witkacy und Gombrowicz hat es mich dann später an die Deutsch polnische Grenze nach Frankfurt Oder verschlagen. Dort wo Grenzen überwinden gelebt wird ... naja manchmal hat es auch dort etwas mehr mit Träumen zu tun. Von dort ging es nach einem Studien und Forschungsaufenthalt in den USA wieder nach Warschau um bei der SDPZ Polnische Hauptstadt Luft zu schnuppern ... und ich muss sagen selbst als großer Krakau Freund ... gar nicht so schlecht. wenn die Sonne scheint hat es sehr eigenwilligen Charme dort der einen aber nicht mehr los lässt. Seit kurzen habe ich meinen Doppeldiplom in Europastudien an der Europauniversität Viadrina und der Universität Poznan beendet und werde hoffentlich noch weiter an der Uni bleiben. Zu meinem Posten auf in der Mitgliederbetreuung bin ich gekommen durch die Hilfe von Andreas Lorek und Vinzenz Kratzer. Da ich doch nicht wirklich von der GFPS lassen kann. Ach du schöne GFPS ... Inhaltlich möchte ich die Betreuung ein wenig ausbauen und vereinfachen. Davon abgesehen ist die Beschäftigung mit Belarus für mich ein wichtiger Punkt geworden. Denn dort fühle ich immer noch die Aufbruchsstimmung wie bei meinem ersten Besuch in Polen. Ich freue mich auf eure Anregungen und natürlich eure Hilfe dabei mit guten Ideen. Kontakt: christoph.maisch@gfps.org |
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Keven Müller (Öffentlichkeitsarbeit): Ich bin Student der Universität Leipzig im Fach B.A. Westslawistik / Schwerpunkt Polnisch. Derzeit befinde ich mich im Auslandssemester an der UAM Poznañ. Meine Mitgliedschaft bei der GFPS e. V. begann im Herbst 2010 und seit Ende April bin ich nun im Vorstand. Häufig werde ich gefragt, wieso studiere ich Polnisch. Nun, ich könnte dann eine Gegenfrage stellen, warum studierst du dies und das? Aber die ehrliche Antwort ist, als ich mit dem Studium angefangen habe, hatte ich mir überlegt in welche Richtung es gehen sollte. Antike Geschichte oder Deutsche Geschichte wollte ich nicht machen. Dann überlegte ich mir, ich komme aus Leipzig, Sachsen und kann aber nicht die Sprachen der direkten Nachbarländer Polen und Tschechien, was ich als sehr schade empfand. So entschied ich mich Polnisch zu lernen beziehungsweise zu studieren. Dies mache ich nun seit 2009. Doch ein einfaches Studium ohne Praxis war mir nicht genug. So begann ich sehr früh mit Auslandsaufenthalten durch Sprachkurse. Beim zweiten Sprachkurs, dem Tandemsprachkurs 2010 in Liebethal und Domaniewice lernte ich dann auch die GFPS (Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa) kennen. Sie konnte mich von ihrer Arbeit für die Beziehung zwischen Polen, Belarus, Tschechien und Deutschland durch Stipendien, Tandemsprachkurse und Seminare so überzeugen, dass ich kurz nach dem Sprachkurs mich entschied, bei der GFPS e. V. als Mitglied einzusteigen. Nach einigen Städtetagen-Teilnahmen hatte ich mich dann auch entschieden, dass ich für den Verein noch etwas mehr tun könnte und so habe ich mich für den Vorstandsposten bereit erklärt und bin seit dem 30. April 2011 nun im Vorstand der GFPS e. V. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Ich möchte nun dazu beitragen, dass die GFPS noch stärker nach Innen und nach Außen durch Werbung und Aktivitäten präsent ist. Auch ein Wunsch von mir ist, dass Belarus irgendwann ein vollwertiger Partnerverein der GFPS wird und auch gegenseitige Studentenaustausche möglich sind. Neben meinem Vorstandsposten bin ich auch in der Stadtgruppe Leipzig aktiv und dort Kontaktperson. Für mich ist die Stadtgruppe auch ein wichtiger Faktor um Studenten und Stipendiaten vor Ort zu vertreten. So ist mein Ziel für die Stadtgruppe mehr Aktivitäten wie Seminare, Stipendiatentreffen zu organisieren oder mit anderen Stadtgruppen gemeinsame Pläne zu verwirklichen. Auch ist mir wichtig, dass die Universitäten (vor allem die Universität Leipzig) und ortsansässige Organisationen (zum Beispiel: Polnisches Institut) die mit Polen, Tschechien oder Belarus in Verbindung stehen, mit der GFPS in guter Nachbarschaft leben und gemeinsam zur Interkulturellen Kommunikation aller Länder beitragen. Ich freue mich auf ein schönes Jahr im GFPS e. V. Vorstand und auf meine Vorstandskollegen. Auf das wir die GFPS ein Stück bekannter machen, mehr für eine gute Nachbarschaft beitragen. GFPS rules! Auf geht’s! Kontakt: keven.mueller@gfps.org |
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Keven Müller (Öffentlichkeitsarbeit): Ich studiere an der Universität Leipzig Westslawistik mit Schwerpunkt Polonistik. Derzeit schreibe ich an meiner Bachelorarbeit. Ich interessiere mich für die polnische Sprache, Geschichte und Kultur. In der GFPS bin ich bereits seit 2010, zuvor nahm ich an dem Deutsch-Polnischen Tandemsprachkurs des Vereins teil. Bereits im Jahr 2011/2012 war ich im Vorstand auf dem Posten der Öffentlichkeitsarbeit. Etwa zur gleichen Zeit, im Sommersemester 2011, war ich für ein Erasmussemester in Poznań an der Adam-Mickiewicz-Universität. Nach einer kurzen Pause habe ich für das neue Amtsjahr die gleiche Position im GFPS e. V.-Vorstand wieder übernommen. Gerne möchte ich dazu beitragen, den Verein nach außen bekannter zu machen und für unsere Programme neue Interessenten zu gewinnen. Denn das was man selber bekommen hat und woran man positive Erinnerungen hat, sollte man stets an andere weitergeben. Kontakt: keven.mueller@gfps.org |
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Steve Naumann (Öffentlichkeitsarbeit): Im letzten Jahr war ich Kassenwart, in diesem Jahr mache ich die Öffentlichkeitsarbeit. Wie ich zur GFPS kam lest Ihr hier: http://www.gfps.org/2011/vorstand/ Was seit dem passiert ist und passieren soll, kommt jetzt. Ein Jahr Vorstand war in jeder Hinsicht eine tolle und bereichernde Erfahrung für mich. Es braucht keine Werbung für einen vollen Briefkasten. Für einen überquellenden dann doch. Doodle ist praktisch. Skypen zu fünft nicht. Marias größter Feind ist eine Internetseite. Der von Flavia eine Tabelle. Außerdem wünscht sie einen schönen Schalttag. Verena denkt an alles. Keven denkt an Freiburg. Und überhaupt ist nur cool wer ein V im Namen hat. Oder, Maria? Für mich war klar: Ich möchte weiter in der GFPS aktiv sein. Nur wie noch nicht. Der Morgen der Mitgliederversammlung war angebrochen. Ein Jahr Arbeit, zwei Stunden Schlaf und ein Kopiermarathon im Spätshop lagen hinter mir. Da das Sechserpack Wasserflaschen riss und es nicht so leicht ist zwei volle Taschen und eine Pyramide aus Wasserflaschen zu transportieren, kam ich zu spät zur Mitgliederversammlung. Doch das waren eigentlich alle. Später entstand dort ein spannender Ideenaustausch über Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten der internen und externen Kommunikation der GFPS. Es ging um die großen Dinge unserer Zeit: Xing, Wiki, eine Konkurrenz zu Facebook und niedrigschwellige Kommunikation. Für mich war klar: Da möchte ich mitmachen! Ich freue mich auf ein spannendes Jahr, kreative Aufgaben, den Zlot in Warschau und auf alte und neue Freunde. Kontakt: steve.naumann@gfps.org |
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Marij Duhra (Projektkoordination Polska, Vereinskoordination): Den Überblick behalten, kommunizieren, vernetzen, auch mal einen Antrag schreiben und konzentriert bleiben, sehe ich als zentrale Anforderungen in der Arbeit in der Vereinskoordination. Parallelen zum Sport drängen sich hier auf, quasi zwangsläufig. Vorstandsarbeit ist keine Individualsportart, zumindest nicht in einem gesunden Verein. Für ein gutes Zusammenspiel ist es wichtig, seine Mitspieler_innen zu kennen, zu wissen, was gemeinsame Ziele sind, zu wissen wie man am besten miteinander redet. Die Kommunikation entscheidet auch darüber, wie viel Entwicklung und wie viel Spaß es innerhalb der Gruppe gibt, denn Spaß ist ein nicht zu verachtender Faktor in der internationalen Begegnung, sowie im ehrenamtlichen Engagement! Ich habe in Chemnitz Europa-Studien mit einer sozialwissenschaftlichen Ausrichtung studiert, dabei die Gelegenheit genutzt, mich auch das zu konzentrieren, was ich spannend finde: Ostmitteleuropa, mit einem Fokus auf Gesellschaft, Diskurse, Vergangenheit und Zukunft in Polen. Über Polen kann man aber nicht nur gut lesen, diskutieren und nachdenken, man kann auch einfach mal hinfahren. Auch dazu erhielt ich einige Gelegenheiten, auch dank der GFPS. In Wroc³aw und Warschau habe ich zu Anlässen wie: Arbeit und Lernen, am meisten Zeit verbracht. 2 Städte zwischen denen Welten liegen… Ansonsten interessieren mich Bild und Ton, manchmal sogar deren Kombination, aber nicht primär. Meine Lieblingsfotographen (3) sind alle Studenten der Soziologie an der Uni in Wroc³aw. Ich habe sie in einer Vorlesung kennen gelernt, weil das Mikrofon der Professorin ausgefallen ist (ein Geschenk des Himmels). Später haben wir zusammen Musik gemacht, uns akademisch und privat ge- und unterstützt und Fußball auf der Playstation gespielt. Apropos Fußball… … mir liegt viel daran, die GFPS-Mitglieder, aber auch den erweiterten Kreis an Sympathisanten, besser kennen zu lernen, um eine effiziente Kommunikation und Vernetzung zu gewährleisten, und den Spaß dabei nicht zu vergessen. Auch eine Nation kann nur ein erfolgreiches Team aufstellen, wenn in den Breitensport investiert wird. Eine reine Konzentration auf eine kleine Gruppe potenzieller Olympiasieger, festigt kein nachhaltig gutes Nationalteam (Reitsport in Deutschland bildet eine Ausnahme). Gegenwärtig ist der Vorstand noch dabei sich einzuspielen, aber dann klappt es auch mit dem schnellen Kurzpassspiel! Das kann ich jetzt schon fühlen. Vielleicht steht das „G“ nicht nur für „Gemeinschaft“ (was auch nichts anderes ist, als ein potentielles Fußballteam…), sondern auch für: „Gold“, im Sinne von: „go for GOLD“. In den letzten 30 GFPS-Jahren wurde zumindest schon so viel erfolgreich in den „Breitensport-GFPS“ investiert (die Rede ist hauptsächlich von Zeit und Nerven), dass ich recht optimistisch bin, was Rio 2016 angeht. Auf uns und das was war und wird! (Zugegebenermaßen verleitet diese Analogie (Mannschaftssport) dazu, einen Gegner der GFPS zu suchen. Ein guter Moment um mal in die Runde zu werfen, dass man im Polnischen nicht sagt „Tschechien spielt GEGEN Polen“ sondern: „Tschechien spielt MIT Polen“ … da kann man ja mal drüber nachdenken) Kontakt: marij.duhra@gfps.org |
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Maria Albers (Stipendiatenbetreuung): Bremen – Warszawa, Warszawa – Bremen, Bremen – Warszawa,... 1 000 km die ich in den letzten 25 Jahren unglaublich oft hinter mich gebracht habe. Im Auto, auf dem Arm meiner Mutter quengelnd, von Stau und stundenlangen Grenzkontrollen übermüdet. Später wiederholt im Bus, von den Männern mit bunten Plastiktüten und Wodkaflasche als Reisegepäck verschüchtert oder im Nachtzug, auf der obersten Liege vom Schlagen der Räder in den Schlaf gewiegt. Inzwischen warte ich so oft es geht am Ostbahnhof auf den Berlin-Warszawa Express, um na Wschodniej ins bunte Grau meiner anderen Heimatstadt zu springen und die deutsch-polnische Grenze ist zum Fluss geworden, in dessen direkter Nachbarschaft ich seit dem WS 2010/11 den Master "Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas" studiere. Damit habe ich mich entschlossen, nach einem dreijährigen Ausflug ins tiefe Bayern und Spanien doch etwas aus meiner Sprach- und Kulturschizophrenie machen zu wollen. Meine Zeit mit GFPS lässt sich noch in Monaten zählen, dafür sind diese zuletzt angenehm intensiv geworden! Nach einem wunderschönen Start mit der besten Stadtgruppe vergangenes Wintersemester, sah ich mich vor kurzem überraschend mit der Frage konfrontiert, ob ich nicht den Posten der Stipendiatenbetreuerin übernehmen wollen würde. Was sollte da dagegen sprechen?! Paar Tage später saß ich mit den aktuellen Stips bei den Städtetagen in Berlin, eine Woche später bei der Auswahlkommission in Polen und drei Tage drauf beim Tandem – Planungstreffen... Begegnungen also mit einer Vielzahl verschiedenster Menschen, einer Menge Gespräche und frischer Sichtweisen darauf, was kultureller Austausch sein kann. Als Stipendiatenbetreuerin hoffe ich, kommenden Stips zu helfen, Sprachverwirrungen und kulturelle Unterschiede zu genießen und diese gleichzeitig durch einen gelungenen Aufenthalt im Gastland aufzulösen. Kontakt: maria.albers@gfps.org |
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Martin Kretschmann (Stipendiatenbetreuung): Ich habe an der TU Dresden Leichtbau- und Kunststofftechnik studiert und schreibe momentan meine Diplomarbeit in einer Arbeitsgruppe welche wissenschaftliche Projekte mit polnischen Universitäten leitet. Über einen polnischen Mitarbeiter selbiger Arbeitsgruppe hatte ich die Möglichkeit, im Sommersemester 2010 ein Praktikum an der Technischen Universität Breslau zu absolvieren. Die währenddessen entwickelte Faszination für Polen ließ auch während eines einjährigen Zwischenstopps für ein Erasmusjahr in Bulgarien nicht nach. Im Rahmen des GFPS-Sprachkursstipendiums habe ich im Sommersemester 2012 in Poznań studiert. Neben dem Sprachkurs hatte ich dabei Gelegenheit in den Mikrokosmos der GFPS einzutauchen, in welchem vor allem Ländergrenzen, aber auch Barrieren jeglicher anderer Kategorien an Bedeutung verlieren. Durch mein Amt im Vorstand will ich helfen diese Idee an kommende Stipendiaten weiterzureichen. Kontakt: martin.kretschmann@gfps.org |
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Patrycja Kniejska (Stipendiatenbetreuung): Vielleicht die erste Polin bzw. Schlesierin im Vorstand ... GFPS lebe ich seit 2010 und noch immer bin ich überrascht und begeistert davon, dass deutsche Jugendliche mit Freude und Engagement Polnisch lernen! Meine Cousins, die von Kind auf im sog. Reich (w Rajchu sagt man in Schlesien) leben, wurden durch ihre Eltern nie motiviert, diese Sprache zu lernen und bis heute können sie mit einigen Angehörigen aus Polen nicht kommunizieren. Schade. Ich komme aus Schlesien (genau: Olesno ¦l±skie – früher Rosenberg), einem historisch-geographischen Land, wo sich polnische, deutsche und tschechische Einflüsse mischen. Meine Berufung ist es alte Menschen zu unterstützen, aber ich bin mir bewusst, dass ohne Mitarbeit und Engagement der jungen Leute keine Generationssolidarität möglich ist. Mein ganzes studentisches Leben habe ich der ehrenamtlichen Arbeit für Senioren gewidmet (U3L, Altenpflegeheime, Hospiz). Das GFPS-Stipendium hat mir ermöglicht, die Arbeit an meiner Dissertation im Bereich Sozialer Gerontologie anzufangen. Ich sollte sie anfangs in Polen schreiben, letztendlich realisiere ich das Projekt an der Technischen Uni Dortmund, derzeit als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung. Wenn ich die fürsorgliche GFPS Infrastruktur nicht erlebt hätte, oder das Treffen der Stadtgruppe Ruhrgebiet in einer holländischen Kneipe gleich am Anfang meines Stipendiums, wo ich die Offenheit, Freundlichkeit und Hilfebereitschaft der anderen Mitglieder gespürt habe, wäre ich mir nicht sicher, ob ich hier, wo ich heute bin, bliebe und eine so optimistisch eingestellte Doktorandin wäre. Die Formel der GFPS ist einzigartig! Ich möchte mich bei der Organisation für alles, was sie für mich getan hat, herzlich bedanken. Das ist der Grund, wieso ich jetzt im Vorstand bin. Wieso eine Stipendiatenbetreuerin? Ich sage: Matka-Polka-Syndrome, die für ihre Stipendiaten-Kinder sorgt und auf sie aufpasst. Vielleicht motiviert mich auch, dass ich direkten Kontakt mit jungen, enthusiastischen Menschen habe, die kreative, tolle Ideen haben und die Welt positiv verändern möchten. Wieso soll ich ihnen dabei nicht helfen? Als Stip-Veteranin kenne ich die Probleme und Schwierigkeiten der Stipendiaten und hoffe, dass ich sie gut händeln werde. Von Vorteil ist vielleicht auch, dass ich relativ gut Polnisch spreche, hehe. Es wird ein intensives und arbeitsreiches Jahr. An die Arbeit also! Kontakt: patrycja.kniejska@gfps.org |
Unsere ausschließlich ehrenamtliche Tätigkeit steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Gesine Schwan und ist vom Finanzamt Freiburg im Breisgau als gemeinnützig anerkannt. Kommentare oder Anregungen? Wir freuen uns über Deinen Beitrag.
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Letzte Änderung: 06.06.2012