Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) e. V.

GFPS e. V. > Programm > Archiv > 2026 > Forum Leipzig

Messestadt Leipzig – So war das GFPS-Forum!

[Photo] Besuch im Theater.
Besuch im Theater.

Zum Abschluss des Wintersemesters kamen wir in Leipzig zusammen. Projektkoordinator Sebastian nimmt uns mit hinter die Kulissen und erzählt, wie er das Forum erlebt hat.

  • Forum_Leipzig_2026

    Forum_Leipzig_2026

 

Vom 19. bis 22. Februar 2026 fand im Rahmen des GFPS-Forums ein internationales Studierendentreffen in Leipzig statt. Rund 35 Teilnehmende aus Deutschland, Tschechien, Polen, Belarus und der Ukraine kamen zusammen, um gemeinsam einige Tage in der Messestadt zu verbringen und dabei neue Kontakte zu knüpfen, Spaß zu haben und sich über Studium, Kultur und persönliche Erfahrungen auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand nicht nur die Präsentation der Projekte, an denen die GFPS-Stipendiatinnen und -Stipendiaten während des vergangenen Semesters gearbeitet hatten. Ebenso wurde ein Raum geschaffen, in dem die Studierenden aus den verschiedenen Ländern miteinander ins Gespräch kamen, Erfahrungen teilten und neue Perspektiven kennenlernten. Über vier Tage hinweg bot das Forum dafür ein abwechslungsreiches Programm aus fachlichem Austausch, gemeinsamen Aktivitäten und kulturellen Eindrücken.

Die Teilnehmenden reisten am Donnerstagnachmittag in Leipzig an. Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Kennenlernens: Bei einem gemeinsamen Abendessen kamen die Studierenden in entspannter Atmosphäre miteinander ins Gespräch, tauschten erste Eindrücke aus und knüpften die ersten Kontakte oder trafen bekannte Gesichter wieder. Am Freitag führte das Programm zunächst zur Leipziger Filiale des Polnischen Instituts Berlin. Zum eine erhielten dort alle Teilnehmenden eine Einführung in die Arbeit des Instituts, zum anderen nutzten die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Gelegenheit, ihre eigenen Projekte vorzustellen. Die Themen waren so vielfältig wie die Stipendiatinnen und Stipendiaten selbst – von wirtschaftlichen Fragestellungen über Architektur bis hin zu medizinischen Themen. Gerade diese Bandbreite machte die Präsentationen besonders spannend und eröffnete Einblicke in Fachbereiche, mit denen viele zuvor kaum Berührungspunkte hatten.

Am Nachmittag wurde Leipzig auf spielerische und interaktive Weise erkundet: In Kleingruppen machten sich die Teilnehmenden mit der App Actionbound auf den Weg durch die Stadt. Gemeinsam lösten sie Aufgaben, entdeckten bekannte und weniger bekannte Orte und lernten Leipzig dabei aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Theaterbesuch in den Cammerspielen Leipzig mit der Aufführung „Mütter in drei Akten“.

Der Samstag begann mit einem Einblick in die Vereinsarbeit der GFPS. Dabei erfuhren die Teilnehmenden mehr über Möglichkeiten, sich selbst im Verein zu engagieren und das Netzwerk aktiv mitzugestalten. Anschließend besuchten sie das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur. Dank einer Führung erhielten sie besondere Einblicke in private Fotografien jüdischen Lebens in Europa aus der Nachkriegszeit und setzten sich mit persönlichen Perspektiven auf Geschichte auseinander.

Am Nachmittag stand ein Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig auf dem Programm. Dort setzten sich die Teilnehmenden kritisch mit der Geschichte der DDR auseinander und reflektierten die politischen und gesellschaftlichen Strukturen sowie die Auswirkungen auf das Leben der Menschen in dieser Zeit. Am Sonntagmorgen endete das Forum mit einer gemeinsamen Evaluation und einer herzlichen Verabschiedung – das Fazit: Das Projekt in Leipzig schuf einen optimalen Raum für interkulturelle Begegnungen, Gespräche und Freundschaften. Viele der intensivsten Gespräche entstanden dabei ganz nebenbei, etwa bei gemeinsamen Besuchen in Bars und Cafés, wo sich die Teilnehmenden über ihr Studium, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Studierendenleben und über ihre Zukunftspläne austauschten.

Ein besonderer Dank gilt dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, dessen Unterstützung die Durchführung des Forums in Leipzig ermöglicht hat

Kathrin Becker und Sebastian Baumgartner