Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) e. V.

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Unser Vorstand

Der Vorstand koordiniert die Arbeit der Vereinsmitglieder in den unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften, präsentiert die GFPS nach außen, ist Verbindungsstück zwischen den Stadtgruppen und Ansprechpartner für unsere Förderer.

Kontakt: vorstand@gfps.org

Vorstand 2018/19

[Photo] P1080673
P1080673. Vorstand 2018/2019: Lukas, Kai (abgelöst durch Chiara), Johanna Sophie, Claudia, Clara, Dzmitry

Auf der Mitgliederversammlung am 7. April 2018 in Berlin haben die Mitglieder der GFPS e.V. ihren neuen Vorstand gewählt. Hier stellen sich die acht vor:

[Photo] Lukas Vogel

Lukas Vogel (1. Vorsitzender):

Neugierig und ahnungslos, was mich erwarten würde, setzte ich mich im zweiten Semester zum ersten Mal in einen Polnisch-Kurs. Ich wusste damals so gut wie nichts über Polen. Nach den halbherzigen Versuchen, in der Schule Französisch zu lernen, hatte ich mich dazu entschieden, mich auf das mir bis dahin unbekannte Nachbarland einzulassen. Gegen Ende meines ersten Kurses hörte ich vom Deutsch-Polnischen Tandem der GFPS und entschied spontan, mich dort zu bewerben. Nach zwei intensiven Wochen im polnischen Sława fand ich mich im Orga-Team für das nächste Tandem wieder und meldete mich bei der Stadtgruppe Leipzig, um mehr von der GFPS mitzubekommen. Zu dem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass es viel Arbeit bedeutete, mein Polnisch auf ein Niveau zu bringen, mit dem ich überhaupt verstanden werde. Aber nach den bereichernden Erfahrungen des Tandems sah ich dies mehr als Herausforderung denn als Hindernis und kann mich seither immer wieder an dem Klang der Sprache und der faszinierenden Grammatik erfreuen. Dazu kam, dass ich meine neue Begeisterung auch mit meinem Geschichtsstudium ohne Probleme vereinen konnte.

Ein Jahr später, im Sommer 2017, fuhr ich wieder zum Tandem, nur hatte sich diesmal einiges geändert: So war ich nun Orga-Mitglied, die Kommunikation innerhalb des Teams lief komplett auf Polnisch ab und ich hatte eine Zusage für das kommende Wintersemester an der Schlesischen Universität in Katowice erhalten. Dort verbrachte ich eine sehr schöne, anregende Zeit und lernte viele verschiedene Menschen mit spannenden Hintergründen und Geschichten kennen, die meine Perspektive über Polen hinaus deutlich erweiterten und mir die Wichtigkeit der Kommunikation untereinander zeigten.

Nach diesen bereichernden Erfahrungen möchte ich nun weiter in der GFPS aktiv sein und meinen Teil zur Arbeit des Vereins beitragen, den Austausch und die Vernetzung zwischen den Ländern Mittel- und Osteuropas zu fördern. Ich freue mich auf das Jahr im Vorstand und die vielen sympathischen Menschen, die die GFPS und ihre Projekte ausmachen.

Kontakt: lukas.vogel@gfps.org

[Photo] Johanna Sophie Hiebl

Johanna Sophie Hiebl (2. Vorsitzende, Projektkoordination):

Ich weiß jetzt, wenn man das Geheimnis hat, ein Vogel zu sein, kann man an zwei Orten gleichzeitig leben: hier und woanders.

Schon als Kind fand ich Janosch super und auch jetzt passen seine Weisheiten noch für jeden Lebensanlass, wie ich finde. Das passt einerseits ganz gut, da ich seit dem Abitur das Unterwegsein für mich entdeckt habe. Nach einem Schüleraustausch im fernen Australien hat es mich aber erstmal in das nördliche Estland geführt, wo dann spätestens auch meine Liebe zum Osten aufblühte. Was mich dann zum Studium der Slavistik und Germanistik im Kulturvergleich gerade nach Heidelberg gebracht hat, weiß ich nicht mehr genau. Gerade genieße ich jedenfalls die frische Oderbrise und bin als GFPS-Stipendiatin im Wintersemester 2016/17 an der Universität Wrocław gewesen. Da ich von Anfang an wusste, dass ein Semester zu kurz ist, um des Polnischen mächtig zu werden, entschied ich mich auch für die Verlängerung um ein Semester im Anschluss daran. Ich kann mir in meinem Leben nichts Schöneres vorstellen als interkultureller Austausch - und wenn aus den fremden Nachbarn nach kurzer Zeit die besten Bekannten werden.

Während meines Aufenthalts hier und im GFPS-Kontext habe ich viele aufgeschlossene und inspirierende Menschen kennengelernt und mir war es wichtig auch weiterhin mit GFPS verbunden zu bleiben.

Deswegen freue ich mich sehr auf eine spannende Amtszeit als 2. Vorsitzende und Projektkoordinatorin. Ich bin voller Tatendrang und aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen, die nur darauf warten in die Tat umgesetzt zu werden. Ich freue mich darauf, mit Euch mit vollem Elan und Motivation die Brücken zu unseren Nachbarländern noch weiter auszubauen und auch noch viele junge Menschen für die Aktionen bei GFPS begeistern können.

Kontakt: johanna.hiebl@gfps.org

[Photo] Claudia Schnellbögl

Claudia Schnellbögl (Beisitz Kasse):

Mein Interesse für Polen entstand – wie bei so vielen – durch einen Zufall: nach dem Abitur fuhr ich für einen Freiwilligendienst ins wunderschöne Tarnów in Polen. Vorher hatte ich gar keinen Bezug zu diesem Land. Es war also ein echter Sprung ins kalte Wasser, der sich gelohnt hat: ich wurde mit offenen Armen aufgenommen und habe dort wunderbare Menschen kennengelernt, die mich die polnische Sprache und Kultur lieben gelehrt haben. Es war ein bisschen, als hätte sich eine Tür zu einer ganz neuen Welt geöffnet. Wieder zurück in Deutschland begann ich, European Studies in Magdeburg zu studieren. Ich wollte mehr über europäische Kulturen und politische Beziehungen in Europa erfahren und dabei natürlich weiter meine neue Lieblingssprache, Polnisch, lernen. Und das Wintersemester 2016/2017 konnte ich mit einem GFPS-Stipendium in Warschau verbringen! Ein Jahr später traf ich auf einer Reise in Minsk einen anderen ehemaligen GFPS-Stipendiaten, den ich auf dem Forum 2017 in Hamburg kennengelernt hatte. Wir wurden beide ein bisschen nostalgisch über unsere GFPS-Zeit und das hat mich motiviert, mich mehr für den Verein zu engagieren! So bin ich jetzt Beisitzerin der Kasse und freue mich auf ein spannendes Vorstandsjahr.

Kontakt: claudia.schnellboegl@gfps.org

[Photo] Benjamin Hausner

Benjamin Hausner (Fundraising):

Manchmal haben einzelne Entscheidungen einen großen Einfluss auf das eigene Leben. Bei mir war es die Entscheidung, nach dem Abitur für einen Freiwilligendienst nach Belarus zu gehen. Vom ersten Tag an wusste ich, dass dieses Land mich nicht mehr loslassen würde. So lebte ich 10 Monate in Minsk, brachte BelarussInnen meine eigene Sprache und Kultur näher und versuchte, ihre Sprache zu lernen. Schon damals war die sprachliche Situation im Land mein liebstes Gesprächsthema und so fiel die Entscheidung für ein Slavistikstudium in München nach meiner Rückkehr nicht schwer.

Während meines Studiums begann ich mich mit Polen und der polnischen Sprache zu beschäftigen, um auch das Land zwischen Deutschland und Belarus kennenzulernen. Zur Beschleunigung des Spracherwerbs ging ich für ein Semester nach Warschau und konnte dabei viele Einblicke in das polnische Leben gewinnen.

Zurzeit mache ich meinen Master in Soziolinguistik und Mehrsprachigkeit in Kaunas und Mainz und auch dabei spielt sprachliche und kulturelle Vielfalt eine große Rolle. Es ist nicht ganz verwunderlich, dass mich meine Interessen zu GFPS geführt haben und so freue ich mich, dass ich mich im Rahmen meiner Vorstandsarbeit im kommenden Jahr um das Thema Fundraising kümmern darf. Dabei liegen mir insbesondere auch die neuen Stipendienmöglichkeiten für UkrainerInnen am Herzen.

Kontakt: benjamin.hausner@gfps.org

[Photo] Christian Berghoff

Christian Berghoff (Kassenwart):

Zur GFPS bin ich über Umwege gekommen. Spätestens seit der Oberstufe habe ich mich sehr für Fremdsprachen interessiert. Während meines Studiums habe ich daher unter anderem mehrere Russischkurse besucht. In einem davon habe ich von dem GFPS-Tandemkurs erfahren. Das Konzept fand ich sofort sehr überzeugend, auch wenn es einige Jahre gedauert hat, bis ich selbst die Zeit zur Teilnahme gefunden habe. Das Tandem war eine sehr intensive und spannende Erfahrung, in der ich nicht nur Polnisch gelernt habe. Danach bin ich GFPS-Mitglied geworden und habe an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen. Vor einem Jahr war ich Mitorganisator der Städtetage in Köln und Bonn. Polen habe ich nach dem Tandemkurs noch mehrfach bereist und auch meine Sprachkenntnisse weiter ausgebaut.

Nach Schule und Zivildienst habe ich mich für meine zweite Leidenschaft, die Mathematik, entschieden. Im Anschluss an das Studium in Göttingen habe ich mich einige Jahre in Bonn recht intensiv mit dem Gebiet der Zahlentheorie beschäftigt. Seit einem Jahr arbeite ich in Bonn in der Bundesverwaltung, wo ich Forschungsfragen im IT- und Kommunikationsbereich untersuche. Nach der Zahlentheorie bin ich seit April also für die Zahlenpraxis verantwortlich und hoffe, mich hier zum Wohle der GFPS einbringen zu können. Ich habe dank der GFPS viele interessante Dinge erlebt und nette und vielseitige Leute kennen gelernt. Nun möchte ich gerne etwas zurückgeben, getreu dem ciceronischen Wort: non nobis solum nati sumus ortusque nostri partem patria vindicat, partem amici.

Kontakt: christian.berghoff@gfps.org

[Photo] Clara Kuper

Clara Kuper (Mitgliederbetreuung):

Die GFPS ist ein Verein, der über mehr Kapital verfügt, als manch einer denkt, auch wenn wir als ehrenamtliche Organisation natürlich oft genug um Finanzen kämpfen müssen. Das große Kapital der GFPS liegt woanders – nämlich in der bunten Mischung aus Mitgliedern, die sie vereint.

Mit fällt immer wieder auf, wie viele Länder, Sprachen und Fachgebiete sich in der GFPS miteinander mischen. Die Ideen und das Potential dieser internationalen Mischung zu verknüpfen und zu entfalten ist meine Aufgabe als Mitgliederkoordinatorin. Neben den Verwaltungsarbeiten, die dabei anfallen, ist es mir besonders wichtig, den Austausch zwischen den Mitgliedern der GFPS zu stärken, die sich nicht mehr verpflichtend bei den Städtetagen und beim Forum treffen.

Kontakt: clara.kuper@gfps.org

[Photo] Chiara Linzenmeier

Chiara Linzenmeier (Öffentlichkeitsarbeit):

Von dem einem auf den anderen Tag bin ich plötzlich in den Vorstand gestolpert, und ich freue mich nun dieses Amt so kurzfristig übernehmen zu dürfen.


Meine Geschichte ist schon etwas länger mit Polen verwoben, da ich von klein auf mit meiner Familie nach Danzig und Umgebung in den Urlaub fuhr, sodass ich schon bald sowohl das städtische als auch ländliche Polen sehr zu schätzen wusste. Da mir die Sprache allerdings stets verschlossen blieb, entschloss ich mich 2011/12 ein Auslandschuljahr in Danzig zu machen, wo ich mit der Organisation Youth For Understanding (YFU) bei einer Gastfamilie lebte. Während dieser Zeit lernte ich nicht nur polnische Gleichaltrige, die Kultur und die Sprache, sondern auch die Wichtigkeit von Austausch und die Veränderung die jeder einzelne Austauschstudent bewirken kann hinsichtlich gegenseitigem kulturellem Verständnis und dem Abbau von Vorurteilen kennen. Bis zum Ende meiner Schulzeit schliefen meine Polnischkenntnisse etwas ein, und das Schicksal wollte es, dass ich 2015 zufällig auf das deutsch-polnische Tandem stieß. Nach diesem wundervollen Sommersprachkurs, bei dem ich die wundervolle GFPS-Familie kennenlernen durfte, bin ich spontan im Tandem-Orgateam für 2016 gelandet, und organisierte danach noch das Forum in Hamburg 2017 mit.

Mein Studium der Visuellen Kommunikation und Illustration hat mich gerade mit dem Erasmus-Programm für ein Jahr nach Belfast geführt, welches ich im Sommer 2018 beende. Daher hatte ich eigentlich nicht damit gerechnet, so bald wieder für GFPS aktiv zu sein. Nachdem der Posten der Öffentlichkeitsarbeit aber kurzfristig frei wurde und man Chancen ja bekanntlich ergreifen soll, bin ich nun mit im Vorstandsboot und hoffe, dass ich mit meine gestalterischen Fähigkeiten für GFPS einsetzen kann und unsere verbindende Botschaft und GFPS-Liebe über viele Kanäle verbreiten kann.

Kontakt: chiara.linzenmeier@gfps.org

[Photo] Dzmitry Kirylenka

Dzmitry Kirylenka (Stipendiatenbetreuung):

Seit inzwischen sechs Jahren versuche ich als gebürtiger Belarusse mich im Labyrinth der deutschen Sprache zurechtzufinden und springe stets über meinen eigenen Schatten, um etwas voranzukommen. Und dies mit Erfolg. Um meinem Interesse für das Deutsche nachzukommen, habe ich in Belarus in der Hauptstadt Minsk Übersetzen und Dolmetschen mit dem Deutschen als Hauptfremdsprache studiert. Im Sommer 2016 durfte ich am GFPS-Stipendienprogramm in Deutschland teilnehmen und somit ein spannendes und erfahrungsreiches Semester meines Germanistikstudiums in Magdeburg verbringen. Dadurch konnte ich auch den Verein GFPS selbst und seine aktiven, kreativen und zielstrebigen Mitglieder etwas näher kennenlernen, die unterschiedliche Projekte zur Völkerverständigung und zum interkulturellen Austausch in die Wege leiten und daran Spaß haben. Dieses Engagement der GFPS-Mitglieder hat auch mich mitgerissen und zum Vorstand des GFPS e.V. geführt. Derzeit tauche ich weiter in die Tiefen der deutschen Sprache, Literatur und gleichzeitig der Informatik ein und studiere Germanistik und Informatik an der Universität Magdeburg.

Als Stipendiatenbetreuer ist für mich zum einen wichtig, mich daran zu beteiligen, den zukünftigen GFPS-StipendiatInnen ein erlebnisreiches und produktives Semester in Deutschland gestalten zu können/dürfen. Ich möchte sie dabei unterstützen, den neuen Herausforderungen, denen sie im Laufe ihres Semesters bestimmt begegnen werden, so wie ich es während meines Auslandsemesters erlebt habe, furchtlos und mutig ins Gesicht zu sehen.

Zum anderen liegt es mir am Herzen meinen Beitrag zur Entwicklung der GFPS zu leisten und etwas zurückzugeben.

Schließlich freue ich mich ins kalte Wasser zu springen und neue Kompetenzen und Fähigkeiten zu erwerben bzw. viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die mich persönlich und auch beruflich voranbringen. Auf uns warten neue Herausforderungen, die wir bestimmt durch gute Zusammenarbeit im Vorstandsteam und mit den anderen GFPS-Engagierten meistern.

Kontakt: dzmitry.kirylenka@gfps.org

Aus den vergangenen Jahren …

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2012/13Vorstand
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